Programm Archiv

Ferdinand Arnold

Galerie Repfergasse 26

16.10.2007 bis 02.12.2007

Vernissage

16.10.2007 18:00

Ferdinand Arnold

Galerie Repfergasse 26

Öffnungszeiten der Galerie: Dienstag bis Freitag 08.00
bis 18.00, Samstag 08.00 bis 14.00, Sonntag geschlossen

Ferdinand Arnold
1946 geboren und aufgewachsen in Schlierbach (LU)
1969 – 1974 Studium an der Schule für Gestaltung in Zürich
Lebt und arbeitet seit 1969 in Zürich

Die Bilder von Ferdinand Arnold präsentieren sich als ein konzentriertes Gefüge von ein paar wenigen, in ihrer Anzahl überschaubaren Farbkörpern auf der Leinwand, deren getönte Grundierung immer sichtbar und somit Element dieser Malerei ist. Die Farbflecken sind oft von gleicher und gleich grosser Form. Hier ist ein warmes Gelb, da ein Gelbgrün, Rot oder Grau. Da sind Farben, die stärker leuchten als andere, solche die einem näher zu kommen scheinen und wieder andere, die fast in den Leinwandgrund übergehen. Allen gemeinsam ist jedoch ihre durchgehend starke Präsenz.
Die Bilder des 1946 in der Nähe von Luzern geborenen Malers, der in Zürich lebt und dort an der Hochschule für Gestaltung und Kunst lehrte, sind nicht Illustrationen von Gedanken und auch nicht abstrakte Kompositionen. Der Grund dieser Malerei ist sehr viel tiefer, grundsätzlicher zu sehen: im Vertrauen an die Farbe und ihr Potential. «Ich arbeite mit den Farben, bis sie ihren Raum und ihre Bedeutung, die sie verlangen, haben.», schreibt Arnold in seinen die Arbeit stets begleitenden Notizen. Und wie er den Farben in langwierigen Denk- und Arbeitsprozessen viel Zeit lässt ihre Bedeutung zu offenbaren, so erschliesst sich diese Malerei beim Betrachten auch erst nach einer Zeit des Schauens. Es ist eine hohe Gegenwart und Intensität in dieser Malerei.

Wir danken der Clientis Ersparniskasse Schaffhausen für die finanzielle Unterstützung.

Am 4. November findet im Rahmen der Ausstellung Ferdinand Arnold ein Konzert des international bekannten Musikers Jason Kahn statt. Siehe dazu die Einladung unter Veranstaltungen.

Ausstellung Milk & Wodka

Milk & Wodka

Galerie Repfergasse 26

14.08.2007 bis 07.10.2007

Vernissage

14.08.2007 18:00

Milk & Wodka

Galerie Repfergasse 26

 

Das dreiköpfige Comicsyndikat MILK & WODKA aus Zürich und Basel (Roman Maeder, Nicole Scherrer, Remo Keller) macht illustrative, laute Kunst mit trashiger Pop Attitüde. In ihren Ausstellungen zeigen sie extrovertierte, expressive Werke, gemalt, gezeichnet, gebastelt. Alles in explosiv-feucht-fröhlichen Farben, oder auch mal in krudem Schwarzweiss. Ihre Bilder erzählen von Freundschaft, Liebe, Drogen oder Musik, und bewegen sich zwischen Kinderbuch-Kitsch und Weltuntergangs-Szenarien.

Eine Comic-Kunst-Anthologie publiziert MILK+WODKA seit 1999 jährlich, mit zahlreichen internationalen Beiträgen und liebevoll gestalteten Siebdruck-Umschlägen. Die im Frühling  erschienene Ausgabe zum Thema „Rock’n’Roll“ bildet den letzten Teil der Trilogie „Sex, Drugs and Rock ‚n’ Roll“ und wurde in Berlin anlässlich der Ausstellungsvernissage in der „Renate Comicbibliothek“ präsentiert.

Unzählige Ausstellungen hat MILK + WODKA realisiert: u.a. an den Comicfestivals in Berlin und Luzern, als Gäste bei Jim Avignons und Fehmi Baumbachs „Friendly Capitalism Lounge“, im Berliner „Merz“, im Basler Museum für Gegenwartskunst, an der Liste The young Art Fair Basel, im Kunstraum Vebikus Schaffhausen, der Art-Brut Galerie A 16 in Zürich, in Hamburg, Berlin, Rom und Lissabon.

Nach einem sechsmonatigen Atelieraufenthalt in Berlin zeigt das Trio nun unter dem Titel „ABSOLUT MILK AND WODKA“ seine Arbeit an der Repfergasse 26 in Schaffhausen.

Wir danken der Clientis Ersparniskasse Schaffhausen für die finanzielle Unterstützung.
Öffnungszeiten der Galerie: Dienstag bis Freitag 08.00 bis 18.00, Samstag 08.00 bis 14.00, Sonntag geschlossen

Ursula Fehr

Ursula Fehr

Galerie Repfergasse 26

05.06.2007 bis 08.07.2007

Vernissage

05.06.2007 18:00

Ursula Fehr

Galerie Repfergasse 26

 

Ursula Fehr, geboren am 23. Juli 1940 in Winterthur.

Aufgewachsen und Ausbildung bis zur Matura in Frauenfeld. Studierte in den sechziger Jahren in Genf an der Ecole des Beaux-Arts, die sie mit dem Diplôme de la Sculpture abschloss.

Seit Mitte der sechziger Jahre entstanden Werkgruppen, in denen eine eigenständige Ausdrucksform mit pflanzlichen Gebilden entwickelt wurde. Mitte der siebziger Jahre fand sie zurück zur menschlichen Figur. Mit den Ikariden, den «Grünen Weibern», den «Wellenreiterinnen» und den «Traumkissen» entstehen seit 1985 in kontinuierlicher Weiterentwicklung grössere Werkgruppen, in denen die menschliche Befindlichkeit in der Jetzt –Zeit eindringliche Verbildlichungen erfahren.

Ab den späten sechziger Jahren konnte die Künstlerin in der Ostschweiz verschiedene Arbeiten im öffentlichen Raum realisieren.

Auszeichnungen

  • 1963 Prix Neumann, Genève
  • 1983 Rotary-Preis (Club Oberthurgau)
  • 1996 Kulturpreis des Kantons Thurgau
  • Viele Einzel- und Gruppenausstellungen

Zum Werk

«Keineswegs idyllisch begegnet mir Ursula Fehr. Als Person erscheint sie selbstsicher, ruhig, verhalten. Aber noch einmal andere Eigenschaften und Kräfte drücken sich in ihren Werken aus. Schon die gewagte Kombination scheinbar unvereinbarer Stoffe (z. Bsp. Bronze, Marmor, Chromstahl) vermag zu schockieren oder doch zu befremden. Viele ihrer blumenartigen Werke haben etwas Aufquellendes, den Betrachter Hineinziehendes; andere, vom Würfel ausgehend, überschreiten gesetzte Grenzen.

Als ich vor mehr als vier Jahren zum ersten Mal auf die Skulpturen von Ursula Fehr traf, fielen mir besonders riesige lilienartige Gewächse in Bronze auf: die Blütenblätter durchfaltet wie die Gewänder von Menschenfiguren aus früherer Zeit, mit ihrem weiten Schlund gleichsam fleischlich und fleischfressend. Seither hat sich Ursula Fehrs Werk folgerichtig weiter ausgebreitet, hat «Metamorphosen», Keim-, Blatt- und Raupenartiges herausgetrieben, auch das Flügelmotiv als Symbol der Befreiung.

In den kürzlich entstandenen vier Fassungen mit dem Titel «Beschränkung» hat sich der ursprünglich von inneren Kräften aufgebrochene Würfel in ein dreiseitig offenes Gehäuse verwandelt.

Den Fesseln dieses Raumbehälters versucht sich eine phantastische Figur zu entwinden. Vor allem ihre Schwingen schlagen gegen den Raumkäfig oder haben sich ihm schon entzogen. Was geschieht, wenn diese halb tierischen, halbmenschlichen Gestalten sich endgültig freigekämpft, wenn sie ihre «Beschränkung» überwunden haben?

«Dass hier vielleicht ein Symbol für Emanzipation zum Menschen hin entstanden ist», meinte Ursula Fehr, «Können sie ruhig so sehen. Aber es handelt sich – und ich betone das – um eine Emanzipation zum Menschen hin, nicht allein um die der Frau. Die Männer haben sie nämlich ebenso nötig, und eigentlich geht es nur gemeinsam».

Wir danken der Clientis Ersparniskasse Schaffhausen für die finanzielle Unterstützung.
Öffnungszeiten der Galerie: Dienstag bis Freitag 08.00 bis 18.00, Samstag 08.00 bis 16.00, Sonntag 10.00 bis 16.00.

Matthias Weischer, Korridor, 2006, Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm © ProLitteris, Fotografie Uwe Walter, Courtesy EIGEN+ART Berlin

Matthias Weischer

Museum zu Allerheiligen

13.05.2007 bis 12.08.2007

Vernissage

13.05.2007 10:30

Matthias Weischer

Museum zu Allerheiligen

Matthias Weischer (geb. 1973 in Elte/Westfalen) ging vom Westen in den Osten Deutschlands, um in Leipzig Malerei zu studieren. Mittlerweile zählt er zu den international bekanntesten Vertretern der sogenannten Neuen Leipziger Schule. Seine Malerei kennzeichnet sich durch eine technische Virtuosität, die es dem Künstler erlaubt, in suggestiven Bildern Fragen nach Vergangenheit und kollektivem Gedächtnis nachzugehen. Ohne dass die Bilder auf ein bestimmtes Jahrzehnt oder Land fixiert sind, tritt abgelagerte Zeit als plastische Erinnerung hellwach und träumend zugleich in Erscheinung. Die Ausstellung wird im Anschluss in der Städtischen Kunsthalle Mannheim und im Gemeentemuseum Den Haag gezeigt und von einer umfangreichen Publikation mit dem Werkverzeichnis der Gemälde begleitet (Verlag Hatje/Cantz).

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Chantal Romani

Galerie Repfergasse 26

03.04.2007 bis 20.05.2007

Vernissage

03.04.2007 17:30

Chantal Romani

Galerie Repfergasse 26

Wir danken der Clientis Ersparniskasse Schaffhausen für die finanzielle Unterstützung.

Die Künstlerin Chantal Romani spürt seit längerer Zeit unscheinbaren, aber höchst aufschlussreichen Konstellationen nach, welche die Banalität des modernen Lebens umschreiben. In ihren Netzarbeiten, Videos und Fotografien dokumentiert sie die unwillkürlichen Reflexe der Stadtbewohner, die schmale Privatsphäre in den öffentlichen Raum zu verlängern, auf die Fenstersimse, Korridore, Balkone und Vorgärten; die meisten dieser individuellen Ausstattungen stammen allerdings aus dem Kaufhaussortiment. Chantal Romanis neue Videoinstallation in der Galerie Repfergasse26 zeigt die Hausfassade einer gigantischen Wohnsiedlung in Teheran, die mit dem Hausinnern konfrontiert wird. Die Kamera dreht sich endlos in der sterilen Korridorkreuzung, die Leere des Raumhöhlen werden einzig von den Stimmen der Hausbewohner und -bewohnerinnen durchbrochen, die heimkommen oder weggehen. Auch in den Freizeithandlungen zeigt die Künstlerin eine merkwürdige Verkürzung des Lebens, im dem selbst der banalste Alltag eingeübt und ritualisiert wird. In Schaffhausen zeigt sie hundert kleinformatige Gemälde, welche die Posen frisch verheirateter Paare, die sich in der Tagesspresse vorstellten, mit feinem Pinselstrich nachziehen. Der schönste Tag im Leben, Resultat sorgfältiger Vorbereitungen, reiht sich nahtlos, mit nur geringfügigen Unterschieden der Gestik und Körperhaltung in die Serie ein: Massenware, lächerlich, und doch so schön.

Susann Wintsch, Zürich,13.03.2007

Chantal Romani (*1971 Luzern), lebt und arbeitet in Zürich

Öffnungszeiten der Galerie: Dienstag bis Freitag 08.00 bis 18.00, Samstag 08.00 bis 16.00, Sonntag 10.00 bis 16.00.

Erika Maack, Nebelwolken III, 2006, C-Print auf Aluminium, 220 x 175 cm

Erika Maak

Museum zu Allerheiligen

18.02.2007 bis 15.04.2007

Vernissage

18.02.2007 10:30

Erika Maak

Museum zu Allerheiligen

In ihrer ersten Museumseinzelausstellung zeigt die Schweizer Künstlerin Erika Maack (geb. 1969 in Hartford/GB) neue Fotografien und skulpturale Werke, die eigens für Schaffhausen entstehen. Grundthema ihrer Arbeit ist das schillernde Verhältnis von Realität und Künstlichkeit. Im Wechselsaal bildet sich durch künstliche Eisberge und Fotografien schneebedeckter, von Nebel umhüllter Bäume eine winterliche Landschaft, die eine frappierende Kälte ausstrahlt. Von den Fotografien der erstarrten Natur geht jedoch eine zauberhafte, poetische Stimmung aus, die den Betrachter verwirrt und gefangen nimmt. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Verlag für moderne Kunst Nürnberg, die einen Überblick über das Gesamtwerk einschliesslich die neuen Arbeiten in Schaffhausen bietet.

Andreas Marti

Andreas Marti

Galerie Repfergasse 26

13.02.2007 bis 25.03.2007

Vernissage

13.02.2007 17:30

Andreas Marti

Galerie Repfergasse 26

Wir danken der Clientis Ersparniskasse Schaffhausen für die finanzielle Unterstützung.

 

Andres Marti schreibt:
Die Zeichnung ist ein Medium, mit dem ich mich in meiner Arbeit immer wieder beschäftige. Es ist die Direktheit, die mich in der Zeichnung fasziniert. Sie bietet mir die Möglichkeit, jederzeit eine Richtungsänderung vorzunehmen und forschend etwas Aktuelles oder Brisantes zu untersuchen und festzuhalten.

Die streng linearen und gestrichelten Linien gleiche einer technischen Zeichnung oder einem Schnittmuster. Es sind aber weder Vorlagen noch Pläne, sondern Gedankengänge, Annäherungen und fiktive Projekte, die mich beschäftigen. Diese Forschungen und Klärungen entstehen seit einigen Jahren, mal intensiv, mal sporadisch, aber immer in der gleichen Form, im gleichen Medium. Es sind unwegsame Pfade, mal sind sie da, mal verschwinden sie im Dickicht, mal verirrt man sich und mal hat man das Ziel vor Augen.

In den Zeichnungen sind oft auch Referenzen zu anderen Arbeiten zu finden. Meine Wandzeichnungen, Fotografien oder Videoarbeiten sind zwar medial verschieden, kreisen aber um ähnliche Inhalte. Sie kreisen um die unberechenbare und gesetzlose Natur und zeigen Schnittstellen zur analytischen und berechenbaren Forschung und Wissenschaft auf. Diese eher konzeptionellen Arbeiten sind oft in sich abgeschlossene Projekte.

Öffnungszeiten der Galerie: Dienstag bis Freitag 08.00 bis 18.00, Samstag 08.00 bis 16.00, Sonntag 10.00 bis 16.00