Programm Archiv

Matthias Weischer, Korridor, 2006, Öl auf Leinwand, 60 x 50 cm © ProLitteris, Fotografie Uwe Walter, Courtesy EIGEN+ART Berlin

Matthias Weischer

Museum zu Allerheiligen

13.05.2007 bis 12.08.2007

Vernissage

13.05.2007 10:30

Matthias Weischer

Museum zu Allerheiligen

Matthias Weischer (geb. 1973 in Elte/Westfalen) ging vom Westen in den Osten Deutschlands, um in Leipzig Malerei zu studieren. Mittlerweile zählt er zu den international bekanntesten Vertretern der sogenannten Neuen Leipziger Schule. Seine Malerei kennzeichnet sich durch eine technische Virtuosität, die es dem Künstler erlaubt, in suggestiven Bildern Fragen nach Vergangenheit und kollektivem Gedächtnis nachzugehen. Ohne dass die Bilder auf ein bestimmtes Jahrzehnt oder Land fixiert sind, tritt abgelagerte Zeit als plastische Erinnerung hellwach und träumend zugleich in Erscheinung. Die Ausstellung wird im Anschluss in der Städtischen Kunsthalle Mannheim und im Gemeentemuseum Den Haag gezeigt und von einer umfangreichen Publikation mit dem Werkverzeichnis der Gemälde begleitet (Verlag Hatje/Cantz).

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Chantal Romani

Galerie Repfergasse 26

03.04.2007 bis 20.05.2007

Vernissage

03.04.2007 17:30

Chantal Romani

Galerie Repfergasse 26

Wir danken der Clientis Ersparniskasse Schaffhausen für die finanzielle Unterstützung.

Die Künstlerin Chantal Romani spürt seit längerer Zeit unscheinbaren, aber höchst aufschlussreichen Konstellationen nach, welche die Banalität des modernen Lebens umschreiben. In ihren Netzarbeiten, Videos und Fotografien dokumentiert sie die unwillkürlichen Reflexe der Stadtbewohner, die schmale Privatsphäre in den öffentlichen Raum zu verlängern, auf die Fenstersimse, Korridore, Balkone und Vorgärten; die meisten dieser individuellen Ausstattungen stammen allerdings aus dem Kaufhaussortiment. Chantal Romanis neue Videoinstallation in der Galerie Repfergasse26 zeigt die Hausfassade einer gigantischen Wohnsiedlung in Teheran, die mit dem Hausinnern konfrontiert wird. Die Kamera dreht sich endlos in der sterilen Korridorkreuzung, die Leere des Raumhöhlen werden einzig von den Stimmen der Hausbewohner und -bewohnerinnen durchbrochen, die heimkommen oder weggehen. Auch in den Freizeithandlungen zeigt die Künstlerin eine merkwürdige Verkürzung des Lebens, im dem selbst der banalste Alltag eingeübt und ritualisiert wird. In Schaffhausen zeigt sie hundert kleinformatige Gemälde, welche die Posen frisch verheirateter Paare, die sich in der Tagesspresse vorstellten, mit feinem Pinselstrich nachziehen. Der schönste Tag im Leben, Resultat sorgfältiger Vorbereitungen, reiht sich nahtlos, mit nur geringfügigen Unterschieden der Gestik und Körperhaltung in die Serie ein: Massenware, lächerlich, und doch so schön.

Susann Wintsch, Zürich,13.03.2007

Chantal Romani (*1971 Luzern), lebt und arbeitet in Zürich

Öffnungszeiten der Galerie: Dienstag bis Freitag 08.00 bis 18.00, Samstag 08.00 bis 16.00, Sonntag 10.00 bis 16.00.

Erika Maack, Nebelwolken III, 2006, C-Print auf Aluminium, 220 x 175 cm

Erika Maak

Museum zu Allerheiligen

18.02.2007 bis 15.04.2007

Vernissage

18.02.2007 10:30

Erika Maak

Museum zu Allerheiligen

In ihrer ersten Museumseinzelausstellung zeigt die Schweizer Künstlerin Erika Maack (geb. 1969 in Hartford/GB) neue Fotografien und skulpturale Werke, die eigens für Schaffhausen entstehen. Grundthema ihrer Arbeit ist das schillernde Verhältnis von Realität und Künstlichkeit. Im Wechselsaal bildet sich durch künstliche Eisberge und Fotografien schneebedeckter, von Nebel umhüllter Bäume eine winterliche Landschaft, die eine frappierende Kälte ausstrahlt. Von den Fotografien der erstarrten Natur geht jedoch eine zauberhafte, poetische Stimmung aus, die den Betrachter verwirrt und gefangen nimmt. Zur Ausstellung erscheint eine umfangreiche Publikation im Verlag für moderne Kunst Nürnberg, die einen Überblick über das Gesamtwerk einschliesslich die neuen Arbeiten in Schaffhausen bietet.

Andreas Marti

Andreas Marti

Galerie Repfergasse 26

13.02.2007 bis 25.03.2007

Vernissage

13.02.2007 17:30

Andreas Marti

Galerie Repfergasse 26

Wir danken der Clientis Ersparniskasse Schaffhausen für die finanzielle Unterstützung.

 

Andres Marti schreibt:
Die Zeichnung ist ein Medium, mit dem ich mich in meiner Arbeit immer wieder beschäftige. Es ist die Direktheit, die mich in der Zeichnung fasziniert. Sie bietet mir die Möglichkeit, jederzeit eine Richtungsänderung vorzunehmen und forschend etwas Aktuelles oder Brisantes zu untersuchen und festzuhalten.

Die streng linearen und gestrichelten Linien gleiche einer technischen Zeichnung oder einem Schnittmuster. Es sind aber weder Vorlagen noch Pläne, sondern Gedankengänge, Annäherungen und fiktive Projekte, die mich beschäftigen. Diese Forschungen und Klärungen entstehen seit einigen Jahren, mal intensiv, mal sporadisch, aber immer in der gleichen Form, im gleichen Medium. Es sind unwegsame Pfade, mal sind sie da, mal verschwinden sie im Dickicht, mal verirrt man sich und mal hat man das Ziel vor Augen.

In den Zeichnungen sind oft auch Referenzen zu anderen Arbeiten zu finden. Meine Wandzeichnungen, Fotografien oder Videoarbeiten sind zwar medial verschieden, kreisen aber um ähnliche Inhalte. Sie kreisen um die unberechenbare und gesetzlose Natur und zeigen Schnittstellen zur analytischen und berechenbaren Forschung und Wissenschaft auf. Diese eher konzeptionellen Arbeiten sind oft in sich abgeschlossene Projekte.

Öffnungszeiten der Galerie: Dienstag bis Freitag 08.00 bis 18.00, Samstag 08.00 bis 16.00, Sonntag 10.00 bis 16.00